83 - Wismut / Bismut

Wismut
Abb. 1: Wismut, 99,99%
83 - Wismut / Bismut
Abb. 2: Wismut-Probe in Ampulle unter Argon
Wismut-Kristalle
Abb. 3: Wismut-Kristalle mit farbiger Oxydschicht
Schmelz- und Siedepunkt: 271,3 °C / 1564 °C
Entdeckung: seit der Antike bekannt, genauer untersucht und spezifiziert im 15. und dann im 18. Jahrhundert durch Claude François Geoffroy, Johann Heinrich Pott, Carl Wilhelm Scheele und Torbern Olof Bergman
Stabile Isotope: - (aber 209Bi ist mit einer Halbwertszeit von 1,9 * 1019 Jahren so gut wie stabil)
Vorkommen auf der Erde (Erdkruste): 0,0085 ppm
Weltjahresproduktion: ca. 5.700 t (2007)
Weltmarktpreis: siehe http://www.mineralprices.com/
Zu beachten: - (eins der wenigen nahezu ungiftigen Schwermetalle)
Wismut kommt in der Natur gediegen vor. Auf Mineralienmessen findet man es oft in Form großer quadratischer Kristallstufen, die entstehen, wenn man es sehr langsam abkühlen läßt. Wenn man es dabei auch noch an der Oberfläche oxydiert, sind diese Kristalle sehr farbenfroh (Anlauffarben).
Wismut ist neben pyrolithischem Graphit der stärkste Diamagnet (natürlich abgesehen von Supraleitern). Ferner hat es beim Erstarren eine Dichteanomalie, d.h. es dehnt sich aus (ebenso wie Wasser, Antimon, Gallium, Germanium und Silicium).
Lagerung / Beständigkeit: in feuchter Luft kann sich eine Oxydschicht bilden, also trocken lagern.
Verwendet wird Wismut für niedrigschmelzende Metalle, für einige Farben und Pigmente, für Stahl-Legierungen, gelegentlich als Ersatz für Blei, in der Medizin z.B. als Röntgenkontrastmittel uvm.


Erstellt am 29.2.2012. Letzte Änderung: 19.7.2013