82 - Blei

82 - Blei
Abb. 1: Blei-Probe in Ampulle unter Argon
82 - Blei
Abb. 2: Bleiglanzmineral
Schmelz- und Siedepunkt: 327 °C / 1749 °C
Entdeckung: seit der Antike bekannt
Stabile Isotope: 3 (206Pb, 207Pb, 208Pb plus einige sehr langlebige Isotope)
Vorkommen auf der Erde (Erdkruste): 14 ppm
Weltjahresproduktion:
Weltmarktpreis: 1,5 Euro/kg (März 2012), siehe http://www.mineralprices.com/
Zu beachten: giftig, vor allem als Staub
Blei ist bekannt für seine hohe Dichte, obwohl es eine Reihe von Schwermetallen mit erheblich höherer Dichte gibt (z.B. Quecksilber, Gold, Platin, Iridium und Osmium). Wegen seiner Verfügbarkeit und seinen mechanischen Eigenschaften wird es seit der Antike für alles Mögliche (Trinkwasserrohre, Einfassungen von Glasfenstern, Munition für Feuerwaffen, in der Alchemie als Ausgangsmaterial für die Goldherstellung, für Geschirr und Gegenstände des täglichen Bedarfs) verwendet, heutzutage jedoch eingeschränkt, da es giftig ist und sich in der Umwelt anreichert. (Die Giftigkeit von Blei war allerdings in der Antike auch schon bekannt.) Ca. 60% der heutigen Produktion gehen in die Herstellung von Blei-Akkus. Weitere Anwendungen sind Strahlenschutz, in der chemischen Industrie, der Metalltechnik, dem Apparatebau, für Bleiglas usw.
Blei ist wesentlich häufiger als die benachbarten Elemente, da es Endpunkt dreier radioaktiver Zerfallsreihen ist. Deswegen ist im Laufe der Zeit einiges an Blei entstanden. An sich ist Blei ein relativ unedles Metall, kommt gelegentlich aber trotzdem gediegen vor. In der Regel ist es jedoch Bestandteile eines der ca. 500 Bleimineralien, die es gibt.


Erstellt am 29.2.2012. Letzte Änderung: 4.7.2013