80 - Quecksilber

80 - Quecksilber
Abb. 1: Quecksilber in Acrylblock
Quecksilber und Zinnober
Abb. 2: Quecksilber und Zinnober (HgS)
Schmelz- und Siedepunkt: -38,83 °C / 357 °C
Entdeckung: seit der Antike bekannt
Stabile Isotope: 7
Vorkommen auf der Erde (Erdkruste): 0,085 ppm
Weltjahresproduktion: 10.000 t pro Jahr (1970) bis 3.000 t pro Jahr (1992), Tendenz weiter sinkend
Weltmarktpreis: siehe http://www.mineralprices.com/
Zu beachten: giftig (vor allem Dämpfe) - es reichert sich bei längerer Exposition im Körper an und schädigt vor allem zu Nerven, Nieren und Leber
Die auffälligste Eigenschaft des Quecksilber ist, daß es bei Zimmertemperatur flüssig ist. Es hat eine so hohe Dichte (13,6 g/cm3), daß Blei darin schwimmt. Wegen seiner hohen Giftigkeit und weil es sich in der Umwelt anreichert, wird heutzutage auf seine Verwendung soweit als möglich verzichtet.
Früher hatte Quecksilber eine lange Reihe von Anwendungen, als Heilmittel, als Thermometer, als Neigungsschalter, zur Feuervergoldung, zur Silbergewinnung, bei der Goldwäsche, und es diente auch zur Unterhaltung an Fürstenhäusern auf der iberischen Halbinsel, wo es reichlich vorkommt (Mine von Almadén, die seit der Antike bis zum Jahre 2000 durchgängig in Betrieb war). Heute wird Quecksilber gelegentlich noch in Amalgamfüllungen für Zähne, in Leuchtstofflampen (Energiesparlampen), in Knopfzellen und in der Nukleartechnik eingesetzt.
Quecksilber bildet mit den meisten Metallen Amalgame - Ausnahmen: Eisen, Platin, Wolfram, Tantal. Bedeutend sind vor allem die Amalgame mit Gold (dies wird für die Goldgewinnung und früher auch zum Feuervergolden genutzt) und Aluminium (das ist der Grund, warum man nicht mal kleinste Mengen von Quecksilber mit in Flugzeuge nehmen darf).


Erstellt am 29.2.2012. Letzte Änderung: 29.8.2017