16 - Schwefel

16 - Schwefel
Abb. 1: Schwefelprobe aus einem alten Chemiekasten
16 - Schwefel
Abb. 2: Schwelkristalle aus Italien
Schmelz- und Siedepunkt: 112 - 119 °C je nach Modifikation / 444,72 °C
Entdeckung: kommt gediegen vor, daher seit der Antike bekannt. Das Elementsymbol S steht für Sulphur, das lateinische Wort für Schwefel
Stabile Isotope: 4 (32S, 33S, 34S, 36S)
Vorkommen auf der Erde (Erdkruste): 350 ppm
Weltjahresproduktion:
Weltmarktpreis:
Zu beachten: brennbar, reizend
Schwefel ist ein sehr bedeutendes und für alle Lebewesen essentielles Element. Es kommt auf der Erde recht häufig vor, hauptsächlich in Form von Sulfaten und Sulfiten, und findet sich auch an anderen Stellen im Sonnensystem, z.B. in den Schwefelseen auf Io. Die chemische Industrie setzt große Mengen an Schwefel um, zumeist als Schwefelsäure. Wichtig ist es zum Vulkanisieren von Kautschuk und damit zur Herstellung von Autoreifen, ferner in der Stahlindustrie für bestimmte Legierungen. Da sowohl Schwefeldioxyd als auch Schwefelwassersoff sehr stark und charakteristisch riechen, wird Schwefel oft mit der Hölle assoziiert. Ferner ist es zusammen mit Kaliumnitrat und Holzkohle Bestandteil von Schießpulver. Es kann aber auch der Heilung, denn als (elementares) Schwefelpulver wirkt es desinfizierend.
Schwefel ist das Element mit den meisten allotropen Modifikationen, d.h. es hat im festen Zustand eine Reihe verschiedener Strukturformen. Bei höheren Temperaturen reagiert Schwefel mit nahezu allen Elementen außer Gold, Platin und Iridium, Jod, Tellur, Stickstoff und natürlich den Edelgasen.


Erstellt am 29.2.2012. Letzte Änderung: 31.10.2012