15 - Phosphor

violetter Phosphor
Abb. 1: violetter Phosphor in Acrylblock
roter Phosphor
Abb. 2: roter Phosphor in Ampulle unter Argon
Schmelz- und Siedepunkt: 44,2 °C / 280 °C
Entdeckung: 1669 von Hennig Brand in Hamburg. Phosphor war das erste neue Element, das nach der Antike entdeckt wurde.
Stabile Isotope: 1 (31P). Alle anderen Isotope sind erstaunlich kurzlebig (maximal einige Wochen).
Vorkommen auf der Erde (Erdkruste): 1050 ppm
Weltjahresproduktion:
Weltmarktpreis:
Zu beachten: giftig, brennbar
Etwa 1% der menschlichen bzw. tierischen Biomasse besteht aus Phosphor. D.h. trotz seiner hohen Giftigkeit ist es gleichzeitig absolut lebensnotwendig für alle irdischen Lebensformen, da es u.a. Bestandteil von DNS und ATP ist.
Phosphor hat vier allotrope Modifikationen: den hoch giftigen und sehr leicht entzündlichen weißen Phosphor, und die ungiftigen Formen roter, violetter und schwarzer Phosphor. Phosphor kommt auf der Erde nicht gediegen vor, in diversen Mineralien aber recht häufig.
Verwendung: Düngemittel, Brandbomben, Streichhölzer (seit 1906 nicht mehr mit weißem, sondern rotem Phosphor) und zahlreiche Anwendungen in der organischen und anorganischen Chemie. Wenn man an wichtige Elemente denkt, fällt einem wahrscheinlich Phosphor nicht als erstes ein, doch seine Bedeutung in der Landwirtschaft kann kaum hoch genug eingeschätzt werden. Ohne Phosphordüngung wäre das Bevölkerungswachstum der letzten 1 - 200 Jahre unmöglich gewesen. Das Schicksal ganzer Zivilisationen hing an der Verfügbarkeit von Phosphor.


Erstellt am 29.2.2012. Letzte Änderung: 11.5.2013