4 - Beryllium

4 - Beryllium
Abb. 1: Beryllium, 1g Probe
4 - Beryllium: Smaragd
Abb. 2: indische Smaragde (Al2Be3[Si6O18]
4 - Beryllium: Smaragd
Abb.3: Roh-Smaragd, Riverina, Australien
Schmelz- und Siedepunkt: 1287 °C / 2469 °C
Entdeckung: 1798 durch Louis-Nicolas Vauquelin. 1828 erstmals in elementarer Form dargestellt durch Friedrich Wöhler und Antoine Bussy. Benannt ist Beryllium nach dem Edelstein Beryll, von dem auch das Wort "Brille" stammt
Stabile Isotope: 1 (9Be). Das extrem kurzlebige Isotop 8Be (Halbwertszeit 6,8 * 10-17 sec) spielt eine sehr wichtige Rolle bei der stellaren Nukleosynthese
Vorkommen auf der Erde (Erdkruste): 2,8 ppm
Weltjahresproduktion:
Weltmarktpreis:
Zu beachten: sehr giftig, vor allem beim Einatmen von Stäuben
Beryllium ist an trockener Luft relativ beständig, da es sich passiviert (mit einer Oxydschicht überzieht). Es kommt in zahlreichen Mineralien und Edelsteinen vor, z.B. Beryll, Smaragd, Aquamarin, Euklas, Gadolinit, Chrysoberyll, Phenakit und Alexandrit.
Beryllium hat interessante physikalische und technische Eigenschaften, wird aber wegen seiner Giftigkeit und Seltenheit nur wenig verwendet, z.B. in Legierungen mit Aluminium und Kupfer. Es hat außerdem eine Reihe von Nischenanwendungen, z.B ist es wegen seiner niedrigen Ordnungszahl durchsichtig für Röntgenstrahlung und kann als Austrittsfenster dienen. Außerdem kann es in Atombomben und Atomreaktoren Neutronen moderieren etc.
Von dem Namen "Beryll" leitet sich übrigens das Wort "Brille" ab.


Erstellt am 29.2.2012. Letzte Änderung: 13.6.2013